maxcluster 2020 - ein Rückblick

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2020 - was für ein Jahr. Die letzten Monate haben für alle besondere Herausforderungen bereitgehalten. Welche dies für maxcluster waren, erzählen Geschäftsführer Sebastian Ringel und Alexander Wilhelm im Interview.

Ist maxcluster in 2020 personell gewachsen und auf was wird bei den Mitarbeitern besonders Wert gelegt?

Wir haben auch in diesem Jahr neue Mitarbeiter eingestellt und sind von 38 auf 45 Personen angewachsen. Besonders gefreut hat uns, dass wir einen “Rückkehrer” (wieder) überzeugen konnten, aber auch, dass wir sogar in der “Corona-Zeit” Bewerber angenommen haben. Die Einarbeitung der neuen Mitarbeiter in dieser Zeit, hat sich natürlich etwas schwieriger als gewohnt gestaltet, aber wir haben gute Möglichkeiten gefunden, sie in die Teams zu integrieren.

Wir legen bei unseren Mitarbeitern ‒ neben der fachlichen Eignung natürlich ‒ besonders Wert auf Kommunikationsfähigkeit. In einem Werte-Workshop Anfang 2020 haben wir erarbeitet, dass Vertrauen und Professionalität für uns im Vordergrund stehen. Innerhalb und außerhalb des Unternehmens liegt daher der Fokus auf einer wertschätzenden Kommunikation ‒ ein freundliches “Bitte” und “Danke”, ein nettes Feedback und allgemein ein respektvoller Umgang untereinander und mit unseren Kunden und Geschäftspartnern ist für uns wichtig.

2020 war sicherlich auch für Euch ein besonderes Jahr. Was waren für Euch und für maxcluster die größten Herausforderungen?

Die Pandemie hat sicherlich die größten Herausforderungen verursacht. Wir haben bereits bei Gründung viel Wert auf eine ausgeprägte Anwesenheitskultur gelegt, weil wir der Meinung sind, dass wir dadurch schnellere Entscheidungen treffen können ‒ und natürlich auch das persönliche Miteinander sehr schätzen. Als Führungskräfte, die von der Körpersprache des Gesprächspartners viel ableiten, war der Umstieg auf virtuelle Meetings besonders anstrengend.
Nichtsdestotrotz haben wir im März schnell und unkompliziert auf die Covid 19-Situation reagiert und sowohl eine hybride Mobile Office-/Bürostrategie als auch die erforderlichen Hygienekonzepte umgesetzt. Dabei hat uns in die Karten gespielt, dass wir bereits Ende 2019 einen Großteil der Mitarbeiter auf Notebooks umgestellt hatten. Außerdem haben wir neben virtuellen Meetings auch die Live Voice-Plattform “Mumble” eingeführt, die die fehlenden Gespräche “zwischen Tür und Angel” und an der Kaffeemaschine ein wenig kompensiert hat.

Generell bringt “Remote Work” natürlich einige Besonderheiten mit: über den Bildschirm zu motivieren, oder die Mitarbeiter zu unterstützen, trotz der Distanz kooperativ zusammenzuarbeiten, ist nicht immer einfach.
Hinzu kommt eine gewisse Grundanspannung bei allen, die sowohl durch die gesellschaftliche als auch private Situation bedingt ist. Kritische und negative Gedanken werden mit in den beruflichen Alltag übernommen und die Gelassenheit lässt nach.

Unabhängig von Corona war das Jahr für uns auch geprägt von personellen Umstrukturierungen. Wir haben mittlerweile eine Unternehmensgröße erreicht, wo wir als Geschäftsführer nicht auch noch Abteilungsleiter in Personalunion sein können. Jeder, der ein Unternehmen gründet, weiß wie schwierig es ist, Bereiche abzugeben, denn es handelt sich nun mal um echte Herzensthemen. Schlussendlich sind wir aber sehr zufrieden damit, die Verantwortung für bestimmte Abteilungen an verantwortungsvolle und fähige Mitarbeiter abgegeben zu haben, denn das gibt uns mehr Zeit, uns auf strategische Unternehmensthemen zu fokussieren.

Habt Ihr die gesteckten Ziele erreicht?

Wir haben alle unsere geplanten Modernisierungsmaßnahmen und Erweiterungen umgesetzt und unser Produkt sowohl qualitativ als auch funktional verbessert. Außerdem helfen uns neue Überwachungsprogramme dabei, Fehler in den Systemen noch schneller zu finden. Damit sind wir unserem Ziel, Kunden das ausfallsicherste und performanteste E-Commerce-Hosting anzubieten noch einen Schritt näher gekommen.

Ein Projekt ist allerdings aufgrund der momentanen Situation sehr in Verzug ‒ der Aufbau eines CRM-Systems, von dem wir uns erhoffen, unsere Kunden abteilungsübergreifend noch umfassender beraten und unterstützen zu können.

Was hat sich in den letzten 12 Monaten bei maxcluster geändert?

Neben dem offensichtlichen ‒ dem ungewohnten Abstand zu und zwischen den Mitarbeitern ‒ haben sich auch viele andere personelle Themen bei maxcluster geändert. So haben wir uns beispielsweise entschieden, die Urlaubstage von 25 auf 30 Tage aufzustocken.

Als Väter stand für uns auch immer die Familienorientierung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund. Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass auch immer mehr Väter unter den Mitarbeitern, Elternzeit in Anspruch nehmen. Um den IT-Nachwuchs muss man sich bei uns generell keine Sorgen machen, denn allein in 2020 durften wir drei neue Mitarbeiter-Kinder willkommen heißen.

Der Ausbau unseres Gesundheitsmanagements stand ebenfalls auf der To-do-Liste. Ob wöchentliches Rückentraining mit einem professionellen Physiotherapeuten, Körperanalyse oder individuelle Gesundheitsberatung, für jeden ist etwas dabei.

Geändert haben wir auch unseren Schulungsansatz, bei dem wir nun verstärkt auf digitale Schulungen und Zertifizierungen bei unterschiedlichen Fachthemen setzen. Präsenztermine sind nicht gänzlich obsolet geworden, aber wir versuchen diese zu minimieren.

Welche Themen standen bei Euren Kunden in 2020 im Fokus?

Neben dem sicherlich dominierenden Thema “Pandemie”, gab es einiges, das unsere Kunden beschäftigt hat. Da ist zum einen der Magento 1.9 EOL im Juni, der für viele unserer Kunden weitreichende Veränderungen mit sich brachte. Bei uns sind mittlerweile knapp 60 % der ehemaligen Magento 1-Shops auf Magento 2 umgestiegen, was natürlich auch bei uns Vorarbeiten nötig machte. Für die Magento 1-Kunden, die (noch) nicht gewechselt sind, geben wir die Garantie, dass sie ihren Onlineshop weitere drei Jahre sicher bei uns betreiben können. Darüber hinaus unterstützen wir über unser Produktmanagement diese Kunden mit weiteren Features, um die Sicherheit von Magento-1-Hosting zu erhöhen. Auch unsere strategischen Partnerschaften mit MageOne und OpenMage zahlen auf das Thema Sicherheit ein.

Mit viel manuellem Aufwand war auch die Migration von Kundenshops auf Shopware 6 verbunden. Zum einen, weil es sich im Vergleich zu Shopware 5 um eine komplett neue Software-Basis handelte, zum anderen, weil die Software selbst noch nicht gänzlich ausgereift ist und von uns erst einige Steine aus dem Weg geräumt werden mussten.

Unterstützung haben wir auch bei dem Upgrade vieler Kunden-Cluster auf PHP 7.4 gegeben. Übrigens haben wir aufgrund dieser Tendenz auch PHP 8.0 schon kurz nach dem Release im Managed Center zur Verfügung gestellt.

Ja, und da gibt es natürlich wie jedes Jahr Themen wie “Black Friday” und “Cyber Monday”, die wir gemeinsam mit unseren Kunden gut gestemmt haben. Interessant dabei ist, dass sich das ganze E-Commerce-Gefüge durch die reduzierten stationären Kaufmöglichkeiten verschoben hat und wir beispielsweise beobachten konnten, dass das klassische Onlineshop-Sommerloch dieses Jahr kaum zum Tragen gekommen ist.

Was war für Euch 2020 das größte Learning?

Für uns war der E-Commerce immer so wichtig, das wir ihn sogar in unseren Claim “Optimized E-Commerce Hosting” übernommen haben. Welchen Stellenwert er allerdings bekommen würde und wie wichtig er auch für den stationären Handel wird, das haben wir auch nicht vorhergesehen. Die Steigerung des Onlinehandels um 30 % in 2020 spricht da für sich.
E-Commerce ist einfach aus der Gegenwart nicht mehr wegzudenken, da er eine Möglichkeit des Handels unter Ausschluss von gesundheitlichen Risiken bietet.

Ein weiteres wichtiges Learning für uns war das Thema “Remote Work”. Wie geht man mit Menschen um, die nicht vor Ort sind und die man “nur” über einen Monitor sieht? Das war für uns persönlich, aber auch für die ganze Organisation ein wichtiger, teilweise anstrengender Prozess, den wir aber alle sehr gut gemeistert haben.

Was waren für Euch und für maxcluster 2020 positive Highlights und auf was seid Ihr besonders stolz?

Da fällt uns spontan der Magento 2-Patch ein. Einige unserer Mitarbeiter haben in über 100 Stunden ihrer Arbeitszeit, aber auch in ihrer Freizeit, einen Patch entwickelt, der die Performance von Magento 2-Onlineshops um über 30 % steigern kann. Für Magento war dieses Ergebnis so signifikant, dass sie sich entschieden haben, ihn in den Release von Magento 2.4.2 Anfang Februar aufzunehmen.

Sehr froh sind wir auch über die Ergebnisse unserer zwei Kundenumfragen, die wir in 2020 erstmalig durchgeführt haben. Bei beiden Umfragen haben wir einen NPS>76 erzielt, was ein fantastisches Ergebnis für uns ist. Und auch wenn es abgedroschen klingen mag: das Feedback, was wir in Form von Änderungswünschen, Anregungen, aber auch Kritik bekommen haben, ist so wertvoll für uns, denn damit können wir unser Produkt und unsere Services noch mehr auf die Bedürfnisse unserer Kunden abstimmen. Zusammen mit unserem neu aufgebauten, internen Ideenmanagement sind diese Informationen die Basis für ein erfolgreiches Produktmanagement.

Apropos neue Produkte: Auch die Einführung von “ShopSecurity” Anfang des Jahres war auf jeden Fall ein Highlight. Wir haben damit Kunden, die nur wenig in Sicherheit investieren (können) ein Tool an die Hand gegeben, mit denen sie ihre Onlineshops oder Blogs so sicher wie möglich betreiben können. Mit dieser Funktion können umfangreiche Malware- und Shop-Scans durchgeführt werden und konkrete Handlungsempfehlungen bei eventuell auftretenden Problemen unterstützen bei deren Behebung. Uns war und ist das Thema Sicherheit so wichtig, dass wir dafür eine exklusive Partnerschaft mit Sansec eingegangen sind, denn wir fühlen uns verpflichtet, unseren Kunden das sicherste Hosting anbieten zu können.

Ganz persönlich gefreut hat uns auch die Erwähnung unseres Managed Centers in der iX in einem Beitrag über Managed Services (a.d.R.: Artikel kannhierheruntergeladen werden) - es macht einen einfach stolz, wenn man beim Blättern in einer für den IT-Bereich so wichtigen Zeitschrift, auf die Abbildung seines Produkts stößt.

Aber am meisten stolz machen uns auch in diesem Jahr wieder unsere Mitarbeiter. Wir sind einfach glücklich darüber, dass man sich auf sie auch in schwierigen Situationen verlassen kann. Wie schnell das Team zusammengerückt ist, mit welcher Flexibilität von allen reagiert wurde und wie zielstrebig Lösungen gefunden wurden, um die Kunden zufriedenzustellen, davor ziehen wir den Hut und sind sehr dankbar.

Welche neuen Themen haben sich im Laufe des Jahres ergeben?

Zwei Themen hatten sich zwar bereits einige Monate zuvor angekündigt, sind aber im Laufe des Jahres stärker in den Vordergrund gerückt: PHP 8.0 und Elasticsearch.

PHP 8.0 mit dem JIT-Compiler war sicherlich von vielen herbeigesehnt und wir sind gespannt, welche zukünftigen Performance-Steigerung wir und natürlich unsere Kunden damit erleben werden. Um unseren Kunden den Zugang hierzu schnellstmöglich zu geben, haben wir PHP 8.0 bereits eine Woche nach Release in unser Managed Center integriert und sie in einem Blogartikel über die Neuerungen informiert.

Ein weiteres wichtiges Thema ist Elasticsearch. Für die Nutzung von Magento 2.4 ist Elasticsearch nun eine feste Voraussetzung und deswegen haben wir einige Neuerungen eingeführt. Diese erleichtern unseren Kunden den Einsatz der Suchmaschine, denn sie können beispielsweise Analysis-, Ingest- und Mapper-Plugins direkt im Managed Center vornehmen, oder tägliche, automatische Snapshots für Elasticsearch-Instanzen konfigurieren.
Darüber hinaus haben wir zwei Mitarbeiter zu “Elasticsearch Certified Developern” ausbilden lassen, um unseren Kunden bei Fragen die notwendige Expertise bieten zu können.

Was sind für maxcluster die wichtigsten Themen in diesem Jahr?

PHP 8.0, Elasticsearch, aber auch MySQL 8 werden sicherlich auch die nächsten Monate im Fokus sein, um diese Anwendungen optimal in unseren Stack zu integrieren und den Nutzen für unsere Kunden zu erhöhen. Im Hinblick auf den Kundennutzen werden wir natürlich auch die Schulung und Fortbildung unserer Mitarbeiter bezüglich der bei unseren Kunden häufig eingesetzten Software weiter fortführen.

Selbstverständlich wird auch Performance-Steigerung weiterhin auf der Agenda stehen. Hierfür haben wir nicht nur in die mit am schnellsten, momentan auf dem Markt erhältlichen CPUs und NVME SSDs investiert, womit wir unseren Kunden garantieren können, dass sie immer die schnellsten Cores erhalten.
Wir werden außerdem in noch bessere Analyse-Werkzeuge investieren, sowohl im Bereich Monitoring als auch Profiling und werden zusätzlich Optimierungen auf Container-Ebene vornehmen.

Ein weiteres wichtiges Thema steht darüber hinaus noch an: Die Änderungen in unserem Managed Center, die Anfang Februar live gehen. Auch wenn sich für den Kunden in der Nutzung nicht so offensichtlich etwas ändert, ist der technische Unterbau jedoch komplett neu programmiert und aufgesetzt und wir freuen uns, nach Monaten harter Arbeit, damit endlich an die Öffentlichkeit gehen zu können.

Für September steht dann ein weiteres Highlight auf dem Programm: maxcluster wird in neue Büroräume umziehen. In unserem 10. Jahr als Unternehmen ein weiterer Meilenstein.

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