Management Summary
Der Magento-Shop von doodah war technisch überholt, langsam und im Betrieb nicht immer zuverlässig. Gleichzeitig musste der Onlinehandel eng mit den stationären Stores verzahnt werden – inklusive Filialbeständen, Store Pickup und ERP-Anbindung. Gemeinsam mit insign wurde der Shop auf Hyvä umgestellt und auf eine Hosting-Infrastruktur von maxcluster migriert. Das Ergebnis: PageSpeed Insights im grünen Bereich statt tiefrot, rund 17 Prozent Umsatzsteigerung und deutlich weniger Kundenreklamationen zur Performance.
Projektübersicht
Kunde/Projekt: doodah
Agentur: insign GmbH
Branche: Fashion, Streetwear, Snow, Skate
Shopsystem: Magento mit Hyvä Theme
Website:doodah.ch
Ausgangssituation: Ein Schweizer Händler zwischen Onlinehandel und Store-Erlebnis
doodah ist ein Schweizer Händler für Streetwear, Snow- und Skate-Produkte mit einem stark gewachsenen Filialgeschäft. Neben dem Webshop betreibt das Unternehmen mehrere Stores in der Schweiz, unter anderem in Basel, Bern, Lausanne, Luzern, Zug und Zürich. Für Kund:innen bedeutet das: Produkte sollen nicht nur online verfügbar sein, sondern auch in den Filialen sichtbar, reservierbar und zur Abholung bestellbar.
Der Onlineshop ist damit weit mehr als ein zusätzlicher Vertriebskanal. Er verbindet Sortiment, Markenwelt und Store-Erlebnis miteinander – und muss im Alltag entsprechend viele Prozesse zuverlässig abbilden. Wer online nach Sneakern, Streetwear, Snowboard-Equipment oder Skate-Artikeln sucht, erwartet aktuelle Produktdaten, verlässliche Verfügbarkeiten und eine schnelle, intuitive Nutzung – unabhängig davon, ob die Bestellung nach Hause geliefert oder später in einer Filiale abgeholt wird.
Für die Weiterentwicklung des Shops arbeitete doodah mit der Schweizer Digitalagentur insign zusammen. insign bringt langjährige Erfahrung in der Umsetzung individueller E-Commerce-Lösungen mit und kannte die technischen Besonderheiten des Magento-Shops bereits gut. Das war eine wichtige Grundlage, denn das Projekt verlangte nicht nur gestalterische Anpassungen, sondern eine belastbare technische Entscheidung: Welche Frontend-Basis kann die vorhandenen Prozesse abbilden, die Performance deutlich verbessern und den Shop langfristig wartbar machen?
Herausforderungen: Die passende Frontend-Basis für einen komplexen Shop finden
Die technische Modernisierung betraf mehrere Ebenen gleichzeitig. Zum einen sollte das bestehende Luma-Frontend abgelöst werden, da es den Performance-Anforderungen von doodah nicht mehr gerecht wurde. Frühere Erfahrungen mit ScandiTheme hatten nicht den gewünschten Fortschritt gebracht. Deshalb prüfte insign zunächst in einem Proof of Concept, welche Frontend-Basis für den Shop langfristig tragfähig sein könnte.
Dabei rückte Hyvä als mögliche Alternative in den Fokus. Für insign war doodah zugleich das erste Projekt mit dem Hyvä Theme. Entsprechend sorgfältig musste das Team bewerten, ob sich die bestehenden Anforderungen sauber abbilden lassen – von individuellen Funktionen über Erweiterungen etablierter Anbieter wie Amasty und Mageplaza bis hin zur späteren Wartbarkeit des Systems.
Auch der Checkout musste in diesem Zusammenhang neu bewertet werden. Da der Hyvä Checkout zum damaligen Zeitpunkt noch nicht verfügbar war, brauchte das Projektteam eine alternative Lösung, die technisch zum neuen Setup passt und zugleich die bestehenden Payment-Prozesse zuverlässig abbildet. Dafür setzte insign auf einen React-Checkout; zwei Zahlungsplugins mussten entsprechend angepasst werden.
Zusätzlich galt es, individuell für doodah entwickelte Funktionen wie den Blog für Hyvä vorzubereiten. Dazu kam ein enger Zeitrahmen: Der neue Shop musste vor dem Black Friday live gehen. Für ein Projekt mit Frontend-Wechsel, Checkout-Anpassungen und individuellen Funktionen war das eine anspruchsvolle Deadline – und verlangte eine klare technische Bewertung, saubere Planung und ein erfahrenes Team.
Lösung: Hyvä-Frontend, Magento-Kompetenz und eng getaktete Umsetzung
Nach dem Proof of Concept entschied sich insign für Hyvä als neue Frontend-Basis. Ausschlaggebend waren der schlanke technische Ansatz, die deutlich bessere Performance-Perspektive und die Möglichkeit, den Magento-Shop langfristig wartbarer zu machen. Dass das Team den Shop bereits gut kannte, war dabei ein wichtiger Vorteil: Die Entwickler:innen wussten, welche Prozesse für doodah geschäftskritisch sind, wo technische Risiken lagen und welche Funktionen für den Alltag im Online- und Filialgeschäft zuverlässig funktionieren mussten.
Im Mittelpunkt stand die Ablösung des alten Luma-Frontends durch Hyvä. Damit entstand die Grundlage für deutlich bessere Ladezeiten, eine schlankere technische Struktur und ein modernes Nutzungserlebnis. Der neue Shop führt Kund:innen klar durch Marken- und Kategoriewelten, bildet Produktvarianten übersichtlich ab und integriert Filialverfügbarkeiten direkt auf der Produktdetailseite. Auch der Warenkorb wurde reduziert und funktional gestaltet, damit der Weg zum Kauf möglichst klar bleibt.
Parallel wurden bestehende Individualisierungen angepasst. Der Blog und weitere projektspezifische Funktionen wurden auf Hyvä vorbereitet, die Zahlungsplugins an den React-Checkout angebunden und die Import- sowie ERP-Prozesse in das neue Setup integriert. Damit blieb der Shop nicht nur performanter, sondern auch operativ anschlussfähig: Produkte können weiterhin über CSV-Importe erstellt, Bestellungen an das ERP exportiert und Filialbestände im Shop berücksichtigt werden.
Um den Go-live vor dem Black Friday zu ermöglichen, plante insign die Ressourcen engmaschig und nutzte vorhandenes Projektwissen gezielt. Statt grundlegender Einarbeitung stand die konzentrierte Umsetzung im Vordergrund – mit klaren Prioritäten, kurzen Abstimmungen und dem Fokus auf einen stabilen Livegang.
Warum maxcluster
Im Zuge interner Umstrukturierungen musste auch das Hosting neu aufgestellt werden. Für insign war dabei vor allem ein Punkt entscheidend: Der neue Anbieter sollte Magento nicht nur technisch betreiben, sondern die Anforderungen komplexer E-Commerce-Projekte wirklich verstehen. Gerade bei einem Projekt mit Hyvä, React-Checkout, Store-Anbindung, Importprozessen und ERP-Exporten reicht es nicht, lediglich Infrastruktur bereitzustellen. Es braucht einen Hosting-Partner, der die Besonderheiten von Magento kennt und bei technischen Fragen entsprechend mitdenkt.
Genau darin sieht insign den zentralen Unterschied zu anderen Anbietern. Die Kompetenz und das Wissen über Magento waren der wichtigste Grund für die Entscheidung zugunsten von maxcluster – gerade, weil diese Tiefe bei vielen Hosting-Anbietern nicht selbstverständlich ist. Hinzu kommt die Nähe in der Zusammenarbeit: insign schätzt die deutschsprachigen Ansprechpartner:innen bei maxcluster, die persönliche Erreichbarkeit und die kurzen Wege. Dadurch wirkt die Zusammenarbeit nahbarer als bei größeren, stärker standardisierten Anbietern.
Wie wichtig diese Unterstützung im Projektalltag ist, beschreibt Angelika Dirven, Projektleiterin bei insign, sehr konkret: „Mit maxcluster haben wir einen zuverlässigen Partner. Wir schätzen die schnelle Reaktionszeit und die Proaktivität bei neu entdeckten Schwachstellen (PolyShell, etc.).“ Auch das Dashboard ist für sie ein wichtiger Punkt: „Das Dashboard ist ebenfalls übersichtlich und erlaubt mir als Projektleiterin ohne technischen Hintergrund auch die ein oder andere Aktion, wie SSH-Freigabe, htaccess-Aktivierung etc.“
Damit passte maxcluster für insign nicht nur technisch, sondern auch in der täglichen Zusammenarbeit: Magento-Know-how, schnelle Reaktionszeiten, proaktive Hinweise bei sicherheitsrelevanten Themen und ein Managed Center, das Projektverantwortlichen mehr Handlungsspielraum gibt.
Umsetzung und Migration
Die Migration zu maxcluster verlief reibungslos. Für insign war es das erste Projekt, das in diesem Rahmen migriert wurde. Entsprechend wichtig war ein Hosting-Partner, der den Prozess strukturiert begleitet und bei Rückfragen schnell reagiert.
maxcluster unterstützte das Projektteam zuverlässig, sodass sich insign auf die Umsetzung der Hyvä-Anpassungen, den Checkout, die individuellen Funktionen und die rechtzeitige Fertigstellung konzentrieren konnte. Die neue Infrastruktur stellte die stabile Grundlage für den Livegang bereit – und für einen Shop, der auch bei saisonalen Spitzen zuverlässig funktionieren muss.
Im laufenden Betrieb zeigt sich besonders der Wert der E-Commerce-Spezialisierung. maxcluster überwacht relevante Parameter proaktiv, kann bei Performance-Fragen auf Shop- und Infrastrukturebene unterstützen und bietet skalierbare Ressourcen für Phasen mit höherer Last. Gerade rund um Black Friday, saisonale Kampagnen oder stark frequentierte Sortimente ist das für einen Fashion- und Lifestyle-Shop wie doodah ein wichtiger Sicherheitsfaktor.
Ergebnisse: Sichtbar schneller, stabiler und wirtschaftlich erfolgreicher
Nach dem Relaunch und der Migration verbesserten sich die zentralen Kennzahlen deutlich. Die PageSpeed Insights liegen nun im grünen Bereich – zuvor waren sie tiefrot. Damit wurde aus einem spürbar langsamen Shop eine Plattform, die deutlich schneller reagiert und Kund:innen ein besseres Nutzungserlebnis bietet.
Auch wirtschaftlich zeigte das Projekt Wirkung: doodah verzeichnete eine Umsatzsteigerung von rund 17 Prozent. Zusätzlich gingen Kundenreklamationen zu Performanceproblemen stark zurück beziehungsweise traten kaum noch auf. Für einen Shop mit hoher Markenbindung und vielen wiederkehrenden Kund:innen ist das ein wichtiger Punkt: Performance wird nicht nur in Tools gemessen, sondern auch im Alltag wahrgenommen.
Die Stabilität verbesserte sich ebenfalls. Laut Projektfeedback gibt es so gut wie keine Ausfallzeiten – und wenn doch, dann nur sehr kurze. Damit erfüllt das neue Setup eine zentrale Voraussetzung für Cross-Channel-Commerce: Der Shop muss zuverlässig verfügbar sein, wenn Kund:innen Produkte prüfen, Filialbestände einsehen oder Artikel zur Abholung bestellen möchten.
Fazit
Das doodah-Projekt zeigt, wie stark Frontend-Modernisierung, saubere Magento-Umsetzung und spezialisiertes Hosting zusammenwirken. Hyvä brachte die notwendige Performance-Grundlage, insign setzte die komplexen Anforderungen rund um Checkout, Store Pickup, Produktimport und ERP-Anbindung um, und maxcluster sorgte für eine stabile, performante Hosting-Basis.
Besonders bemerkenswert ist der erfolgreiche Go-live vor Black Friday. Trotz technischer Komplexität, individueller Anpassungen und enger Deadline entstand ein Shop, der schneller lädt, stabiler läuft und messbar bessere Ergebnisse erzielt. Für doodah ist damit eine moderne Grundlage entstanden, auf der Onlinehandel und stationäres Geschäft enger zusammenspielen können.
Über insign GmbH
Die insign GmbH begleitet anspruchsvolle E-Commerce-Projekte mit Fokus auf Magento, individuelle Entwicklung und langfristige Weiterentwicklung. Das Schweizer Team unterstützt Händler:innen dabei, komplexe Shop-Anforderungen stabil, performant und praxisnah umzusetzen.



