Checkout-Abbrüche von 50%
auf 5% gesenkt
 

SAP vollautomatisch für Preise, Bestände
und Abrechnung angebunden

Verbesserte Performance und hohe
Verfügbarkeit in Peak-Zeiten

Management Summary

Der Feinkosthändler Frischeparadies betreibt einen Shopware-6-Onlineshop für hochwertige, frische Lebensmittel. Die alte Systemlandschaft stieß mit langsamen Reaktionszeiten, hohem manuellen Pflegeaufwand und einer starren SAP-Anbindung an ihre Grenzen. Anpassungen waren nur direkt im Code oder in der Datenbank möglich – entsprechend fehleranfällig.

Gemeinsam mit mr. pixel und maxcluster wurde eine stabile, skalierbare Shop-Architektur eingeführt. Dabei sorgte maxcluster für eine leistungsfähige, ausfallsichere Server-Infrastruktur, die auch zu Spitzenzeiten wie Weihnachten und Ostern stabile Performance garantiert. Für die Automatisierung von Preis- und Bestandsimporten sowie die strukturierte Migration der Produktdaten kam die Middleware mpXconnect zum Einsatz. Außerdem wurde eine komplexe Kilogramm-Artikel-Logik gelöst.

Das Ergebnis: deutlich bessere Performance, sinkende Abbruchrate im Checkout von 50 % auf 5 % und ein stabiler Shopbetrieb auch bei hoher Last.

Kurz und knapp

 

Kunde: Frischeparadies GmbH & Co. KG
Branche: Feinkostgroßhandel / Feinkost-Einzelhandel
Plattform: Shopware 6
Website: www.frischeparadies-shop.de
Agentur: mr. pixel KG

 

Ausgangssituation

Der Feinkosthändler Frischeparadies betreibt einen Shopware-6-Onlineshop für frische und hochwertige Lebensmittel. Die alte Systemlandschaft stieß mit langsamen Reaktionszeiten, hohem manuellen Pflegeaufwand und einer starren SAP-Anbindung an ihre Grenzen. 

Die Datenpflege zwischen SAP und dem Onlineshop war stark von manuellen Prozessen geprägt, zeitaufwendig und dadurch fehleranfällig. Preis- und Bestandsdaten mussten regelmäßig händisch aktualisiert werden, was im Tagesgeschäft nicht nur Ressourcen band, sondern auch das Risiko veralteter Informationen im Shop erhöhte. Anpassungen an der bestehenden SAP-Anbindung waren ausschließlich direkt im Code oder über die Datenbank möglich – ein aufwendiger und riskanter Weg für ein System, das täglich im Einsatz ist.

Parallel dazu litt die User Experience: Langsame Reaktionszeiten im alten Shop, insbesondere im Checkout, führten zu Abbrüchen und frustrierten Kund:innen – genau dort, wo es für Umsatz und Kundenzufriedenheit besonders kritisch ist. Eine flexible, belastbare Schnittstelle für den reibungslosen Datenaustausch zwischen SAP und Shop fehlte vollständig.

Herausforderungen zum Projektstart

Vor diesem Hintergrund war klar: Mit dem geplanten Wechsel auf Shopware 6 sollte nicht einfach nur ein neues Frontend entstehen, sondern eine tragfähige Gesamtarchitektur. Für Frischeparadies und mr. pixel standen mehrere Herausforderungen im Fokus:

  • SAP-Integration ohne Mehraufwand: Die Anbindung des bestehenden SAP-Systems sollte den internen IT-Aufwand minimal halten und sich sauber in die neue Shopware-6-Landschaft einfügen.
  • Reduktion manueller Arbeitsschritte: Preis- und Bestandsdaten sollten automatisiert und zuverlässig synchronisiert werden, um Fehlerquellen zu minimieren und das Team zu entlasten.
  • Stabilität unter hoher Last: Das Geschäft ist stark saisonal geprägt – insbesondere zu Weihnachten und Ostern steigen Traffic und Bestellvolumen deutlich. Die neue Lösung musste diese Peaks stabil abfangen.
  • Umgang mit Kilogramm-Artikeln: Eine besondere fachliche Herausforderung waren Kilogramm-Artikel, bei denen beim Wiegen Gewichtsabweichungen von bis zu 10 % auftreten können. Diese Abweichungen mussten sauber abgerechnet und technisch abgebildet werden.

Ziel war eine Lösung, die mit den Anforderungen von Frischeparadies mitwächst und langfristig flexibel bleibt – ohne sich in komplexen Individualentwicklungen zu verlieren.

Lösung: Shopware 6, mpXconnect und maxcluster als gemeinsame Basis

Um diese Herausforderungen zu adressieren, setzte mr. pixel auf ein Zusammenspiel aus Shopware 6, der eigenen Middleware „mpXconnect“ und einem spezialisierten Hosting-Setup bei maxcluster. So entstand eine Architektur, die sowohl die Prozesse im Hintergrund als auch das Einkaufserlebnis im Frontend im Blick behält.

Middleware „mpXconnect“ als Drehscheibe

Die Middleware „mpXconnect“ wurde als zentrale Schnittstelle zwischen SAP und dem neuen Shopware-6-Shop eingeführt. Sie stellt zahlreiche Core-Features bereit, um Preis- und Bestandsdaten aus dem ERP-System effizient in den Shop zu übertragen. Statt individueller Einzellösungen nutzen Frischeparadies und mr. pixel damit eine etablierte, erweiterbare Plattform, die auf E-Commerce-Szenarien zugeschnitten ist.

Über ein benutzerfreundliches Interface lassen sich Workflows mit wenigen Klicks anpassen, ohne dass tiefe Programmierkenntnisse nötig sind. So können Prozesse wie Preis- und Bestandsimporte flexibel verändert und erweitert werden, ohne bei jeder Anpassung in Code oder Datenbank eingreifen zu müssen.

Speziell für Frischeparadies wurden zusätzliche Funktionen umgesetzt:

  • Automatisierte Import-Jobs validieren die Daten und sorgen für einen reibungslosen Export an die Shopware-API.
  • Spezielle Import-Routinen für Preise und Bestände verarbeiten Artikel in Stacks von 20, um eine hohe Aktualität bei gleichzeitig stabiler Performance sicherzustellen.
  • Integration als Plugin in Shopware 6 ermöglicht Anpassungen, ohne die Grundstabilität der Shop-Instanz zu gefährden.

Geordnete Migration aus dem Altsystem

Damit der Umstieg auf die neue Architektur geordnet verläuft, wurden zunächst alle relevanten Artikeldaten aus dem alten Shop exportiert und in CSV-Dateien überführt. Auf Basis von Mapping-Tabellen wurden diese Daten in die Produktdatenbank von mpXconnect übernommen und von dort aus automatisiert in Shopware 6 importiert. So gelang der Wechsel auf die neue Infrastruktur ohne Medienbruch – mit kontrollierbarer Datenqualität und nachvollziehbaren Schritten.

Abbildung der Kilogramm-Artikel und Abrechnung

Die fachlich anspruchsvolle Logik rund um Kilogramm-Artikel mit Gewichtsabweichungen von bis zu 10 % wurde in der Middleware gesondert abgebildet. Über den Export von XML-Dateien für die Rechnungsstellung und eine automatische Gutschrift bei Abweichungen wird das Gewichtsproblem sauber und nachvollziehbar gelöst – sowohl technisch als auch aus Sicht der Buchhaltung.

maxcluster als technisches Fundament

Damit diese Architektur im Alltag trägt, brauchte es eine Infrastruktur, die auf E-Commerce-Anforderungen ausgelegt ist. Gehostet wird der Shop auf einer Managed-Cluster-Umgebung von maxcluster.

Dadurch laufen Shopware 6 und mpXconnect auf einer Infrastruktur, die auf Anwendungen mit hohen Anforderungen an Performance und Verfügbarkeit zugeschnitten ist. Die skalierbare Architektur und optimierten Komponenten wie Caching- und Suchtechnologien legen die Grundlage für kurze Ladezeiten und eine hohe Stabilität – auch dann, wenn das Bestellvolumen deutlich steigt.

Wir arbeiten ausgezeichnet

Warum maxcluster

Spezialisiertes E-Commerce-Hosting

Direkt an diese technische Basis knüpfte die Frage an, welcher Hosting-Partner die Anforderungen von Frischeparadies langfristig abdecken kann. Für mr. pixel und Frischeparadies war klar, dass die neue Architektur nur dann ihr Potenzial entfalten kann, wenn das Hosting darauf abgestimmt ist. Deshalb setzte das Team bewusst auf maxcluster als spezialisierten E-Commerce-Hoster.

maxcluster stellt skalierbare, ausfallsichere und hochperformante Managed Web Cluster aus Deutschland bereit, die speziell auf Shopware- und andere Shop-Systeme zugeschnitten sind. Die Infrastruktur ist so konzipiert, dass Onlineshops auch unter hoher Last kurze Ladezeiten erreichen – unter anderem durch den Einsatz optimierter Caching-Mechanismen und performanter Such-Technologien. Gleichzeitig sorgt ein proaktives 24/7-Monitoring dafür, dass kritische Parameter permanent überwacht und potenzielle Probleme früh erkannt werden.

Skalierbarkeit, Freiheit und Performance-Analysen

Für Frischeparadies spielen dabei besonders die Skalierbarkeit in den Saisonspitzen – etwa im Weihnachtsgeschäft –, die Freiheit in der Entwicklungsumgebung und die Unterstützung durch Performance-Analysen eine zentrale Rolle. So kann das Entwicklungsteam bei Bedarf flexibel arbeiten, während Monitoring und Auswertungen helfen, Engpässe frühzeitig zu erkennen und die Systemlandschaft kontinuierlich zu optimieren.

Direkter Draht zu Expert:innen

Besonders wichtig für das Projektteam war der direkte Draht zu echten Expert:innen. Statt anonymer Callcenter erreicht mr. pixel bei maxcluster Administrator:innen mit tiefem Linux- und Shop-System-Know-how, die auch bei komplexen Fragen zur Shopware- und Middleware-Konfiguration unterstützen.

Genau diese Kombination aus spezialisierter Infrastruktur, E-Commerce-Expertise und erreichbaren Ansprechpartner:innen war entscheidend dafür, dass der Shop nicht nur schneller, sondern auch langfristig stabiler wurde.

Wie Julian Fleischmann, E-Commerce-Projektleiter bei mr. pixel, zusammenfasst:

„maxcluster hat sich für uns nach wie vor als zuverlässiger und hochwertiger Partner bewiesen. Wir schätzen den persönlichen Kontakt und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Ergebnisse

Bereits kurz nach dem Go-live zeigte sich, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Die Kombination aus neuer Shoparchitektur, automatisierter SAP-Anbindung und spezialisiertem Hosting führte zu klar messbaren Verbesserungen:

  • Deutlich bessere Performance: Die Reaktionszeiten des Shops haben sich im Vergleich zur alten Lösung merklich verbessert. Seitenaufrufe und Checkout-Prozess fühlen sich für Nutzer:innen deutlich schneller und stabiler an.
  • Massiv reduzierte Checkout-Abbrüche: Die Abbruchrate im Checkout konnte von zuvor rund 50 % auf etwa 5 % gesenkt werden. Die optimierte technische Basis und eine stabilere Zahlungsabwicklung zahlen hier direkt auf den Umsatz ein.
  • Stabiles Verhalten im Saisongeschäft: Gerade in den stark frequentierten Phasen wie Weihnachten und Ostern bleibt der Shop verlässlich erreichbar. Performanceeinbrüche und Instabilitäten im Peak wurden deutlich reduziert.
  • Entlastung des Teams durch Automation: Automatisierte Import-Jobs für Preise und Bestände reduzieren den manuellen Pflegeaufwand erheblich. Datenaktualität und Prozesssicherheit steigen, während die interne IT spürbar entlastet wird.
  • Saubere Abbildung der Kilogramm-Artikel: Gewichtsabweichungen bis zu 10 % werden automatisiert in der Abrechnung berücksichtigt, inklusive Gutschriften. Dadurch sinkt der Korrekturaufwand, und der Prozess ist für Kund:innen transparent und nachvollziehbar.

Fazit und Ausblick

Das Beispiel Frischeparadies zeigt, wie sich technische Komplexität beherrschbar machen lässt, wenn Middleware, Shop-System und Hosting gezielt aufeinander abgestimmt werden. Mit Shopware 6, der Middleware „mpXconnect“ und dem Managed-Cluster-Hosting von maxcluster ist eine Plattform entstanden, die sowohl im Tagesgeschäft als auch in saisonalen Peaks zuverlässig funktioniert.

Die deutliche Reduktion der Checkout-Abbrüche, die automatisierte Datenintegration aus SAP und die stabile Performance legen die Basis für weiteres Wachstum im E-Commerce-Kanal von Frischeparadies. Künftige Erweiterungen – etwa zusätzliche Vertriebskanäle, neue Sortimente oder weitere Automatisierungen – können auf der bestehenden Architektur aufbauen, ohne die Stabilität zu gefährden.

Für mr. pixel und Frischeparadies steht damit eine Lösung bereit, die den aktuellen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig genügend Spielraum für die nächsten Schritte lässt.

Über mr. pixel KG

mr. pixel ist eine Digitalagentur aus Neumarkt i.d.OPf., die Unternehmen bei ihrem eBusiness unterstützt – von Onlineshops und Webdesign über Brand Design bis hin zu ERP-Warenwirtschaft und individueller Software. Mit der eigenen Middleware mpXconnect realisiert das Team skalierbare Integrationslösungen zwischen Systemen wie Shopware, SAP und weiteren Plattformen und verbindet so technische Tiefe mit praxistauglichen E-Commerce-Konzepten.