Magento, Hyvä & mehr - Interview mit Simon Sprankel

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Simon Sprankel von CustomGento ist seit über zehn Jahren Teil des Magento-Kosmos’. In der Community und in Meetups teilt er sein umfassendes Wissen, entwickelt Lösungen mit und ist aktiver Contributor.

Im Interview erzählt er von seinen Erfahrungen als Anwender des neuen Frontend-Themes Hyvä, gibt Tipps zum richtigen Einsatz und teilt seine Learnings aus 10 Jahren Magento.

Bitte stelle dich kurz vor

Ich heiße Simon Sprankel und habe ursprünglich mal Informatik studiert – von 2008 bis 2014 in Darmstadt. Schon während meines Studiums habe ich mich selbständig gemacht, tatsächlich einfach, weil es sich so ergeben hat. Tja und irgendwann brauchte dann jemand mal einen Onlineshop und so bin ich in das Thema “Magento” reingerutscht. Anfänglich also eher zufällig, aber nachdem dann 2012 ein kleiner eigener Shop dazu kam bin ich dabei geblieben und nun sind es schon mehr als 10 Jahre. Sportschmuck24.de war ein bisschen das Versuchskaninchen, um zu testen, wie man beispielsweise neue Funktionen baut. Für mich sehr wichtig, denn so konnte ich vieles ausprobieren, bevor ich Neuerungen bei Kunden eingesetzt habe. Das machen wir im Übrigen auch immer noch so – nur jetzt halt mit Magento 2.

Während des Studiums lief die Shop-Entwicklung noch nebenbei, doch da nach dessen Beendigung schon die ersten Kunden warteten, musste ich mich kurzfristig “professionalisieren” und habe mich selbständig gemacht. Der Markenname “CustomGento” kam schnell dazu – abgeleitet von “Custom” für “maßgeschneidert” und “Gento”, natürlich um den Bezug zu Magento herzustellen.

Die CustomGento GmbH habe ich aber tatsächlich erst im Juni letzten Jahres gegründet, als wir mehr Mitarbeiter wurden. Mittlerweile sind wir ein Team von vier Leuten, also immer noch relativ klein, aber es war an der Zeit, diesem Team einen professionellen Rahmen zu geben. Wir sind alle hochspezialisiert auf Magento und dessen Individualisierung – der Unternehmensname ist also weiterhin Programm. Wir planen aktuell auch noch nicht, uns mehr für andere Shopsysteme zu öffnen, obwohl wir den Trend innerhalb der Community natürlich sehen. Bei unserer Team-Größe ist es aber sinnvoll, sich auf ein System zu fokussieren und da qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten, umso mehr als Magento extrem komplex ist.

Warum arbeitest Du jetzt mit Hyvä?

Ich bin schon seit Jahren sehr aktiv in der Magento-Community und bin auch immer bei vielen (virtuellen) Events. Daher habe ich sehr früh von Hyvä gehört und fand den Ansatz sehr spannend. Zum einen, weil natürlich Performance – verständlicherweise – bei Shopbetreibern immer wieder ein Thema ist. Und man dabei auch immer wieder an die Grenzen von Magento stößt.

Zum anderen fand ich aber auch den Ansatz “hey, wir schmeißen einfach alles raus und machen was Schnelles selber” einfach cool.

Denn was immer mehr in den Vordergrund rückt, besonders auch bei den Shopbetreibern, sind die grünen Zahlen bei den Core Web Vitals. Die sind greifbar und so lange sie grün sind, ist auch für den Betrachter alles in Ordnung. Und diese Zahlen basieren nun mal auch auf der Performance, also der Schnelligkeit der Seite, sodass dieses Thema immer wichtiger wird.

Willem (A.d.R. Willem Wigmann, Entwickler von Hyvä) kenn ich nun auch schon eine Zeitlang und war mir daher sicher, dass er genau weiß, was er tut. Ja, und Tailwind und Alpine als Technologien dahinter sind jetzt auch nicht gerade unbekannt. Und genau aus diesen Gründen finde ich das Thema einfach spannend. Ich hab mir dann alles ein bisschen genauer angeschaut und dann haben wir es tatsächlich aktiv Kunden vorgeschlagen.

Bei chiptuning.com, einer Magento 2-Migration, haben wir von uns aus gesagt, dass wir das eh neu aufsetzen müssen und dann mit Hyvä machen möchten. Für den Kunden war dies auch gar keine Diskussion, obwohl er natürlich die Frage hätte stellen können, warum er Lizenzkosten für Hyvä zahlen solle. Aber für diese Kosten kann man es einfach nicht selber bauen und kann so direkt die Vorteile der Vorarbeit anderer nutzen.

Websitechiptuning.com

Bei sunliner waren die Probleme mit der Geschwindigkeit ausschlaggebend, an denen der Kunde explizit arbeiten wollte. Obwohl wir 1,5 Jahre vorher seinen Shop komplett mit Magento 2 aufgebaut haben, stieß unser Vorschlag, dass Frontend nochmal neu mit Hyvä aufzubauen, auf Verständnis.

Websitesunliner

Interessanterweise kam nun noch ein weiterer Auftrag hinzu, über die Hyvä-Anbieterseite. Es gibt also Kunden, die sich mit dieser Thematik beschäftigen und dann sehr aktiv nach entsprechenden Agenturen suchen. In unserem Fall ist der Kunde sicherlich technikaffiner als herkömmlicherweise und benötigte im Endeffekt nur noch ein Entwicklerteam zur Unterstützung.
Für uns ist aber schön zu sehen, dass es sich lohnt, bei dieser Thematik ein wenig aktiver zu sein und das dann dieser Weg offensichtlich auch funktioniert.

Was begeistert Dich an Hyvä?

Geschwindigkeit war sicherlich initial ausschlaggebend, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Und wenn man dann anfängt, sich näher mit dem Produkt zu beschäftigen, kommt man natürlich auch mit der Hyvä-Community in Kontakt. Und das ist dann schon ein bisschen, wie man es von der Magento-Community kennt und schätzt. Man hat fast das Gefühl, dass alle aus der Magento-Community, die man von dort kennt und die dort aktiv und hilfsbereit sind, nun auch in der Hyvä-Community sind. Und das hat natürlich auch Vorteile, denn man ist umgeben von Leuten, die viel Ahnung von Magento haben und das macht das Arbeiten mit Hyvä viel einfacher.

Und Geschwindigkeit ist ja nicht nur aus Endkunden-Sicht interessant, sondern auch für Entwickler. Also, wenn ich entwickel und tausendmal am Tag die Seite neu laden muss, um meine Änderungen zu sehen, dann ist das einfach ziemlich cool, wenn ich nicht jedes Mal 3 Sekunden, sondern nur 50 Millisekunden warten muss.

Ist Hyvä für Neueinsteiger schwer?

Ich würde behaupten, dass es einfacher ist, als das klassische Magento-Frontend, weil viel Komplexität weggenommen wird. Also beim klassischen Magento-Frontend hat man ja sehr viele JavaScript-Technologien dahinter, mit jQuery, KnockoutJS oder RequireJS. Und all das kann man vergessen, wenn man Hyvä nutzt.

Man braucht halt wirklich nur diese zwei Technologien: Alpine und Tailwind. Klar, mit denen muss man sich natürlich beschäftigen, aber dann ist man tatsächlich fast fertig. Und Alpine als Framework ist einfach cool, denn es ist extrem klein und so kompakt, dass man quasi alle Befehle innerhalb einer Stunde gut erklärt bekommt. Die Anwendung ist sicherlich noch mal was anderes, aber im Gegensatz zu anderen Anwendungen extrem übersichtlich – jQuery bekommt man in einer Stunde eher nicht erklärt. Man kommt sehr schnell mit Alpine zurecht und kann umgehend schon coole Sachen bauen. Sowohl für Einsteiger aber auch für Profis sicherlich ein wichtiges Kriterium.

Was sind die Nachteile von Hyvä?

Das meiste ist wirklich sehr positiv, aber natürlich gibt es auch Themen, die nicht so schön sind. Eins davon sind die noch fehlenden Features, so gibt es im Moment beispielsweise noch kein “Search Auto-Complete”. Das soll zwar bald released werden, aber momentan fehlt hiermit quasi eine Standardfunktion für einen Onlineshop.

Es gibt aber eine Feature-Matrix, die sehr transparent ist, sodass man immer weiß, woran gerade gearbeitet wird. Und natürlich weiß man dadurch auch, auf was man sich einstellen muss.

Ein weiteres Problem ist die Kompatibilität von Third-Party-Modulen. Das ist auf jeden Fall ein sehr großer Punkt, da viele Module in den Frontend-Bereich eingreifen. Die muss man dann erst einmal kompatibel machen. Und auch hier gibt es eine Liste von Modulen, die bereits kompatibel sind – und jeden Tag kommen neue hinzu. Nichtsdestotrotz muss man im Zweifel, wenn man so ein Projekt hat, immer noch 5-7 Module erst einmal selber kompatibel machen.

Die Vorteile wiegen aber auf jeden Fall die Nachteile auf und einen Workaround gibt es auch eigentlich immer. Unter dem Zeitaspekt kann man allerdings nicht pauschal beantworten, welche Lösung besser ist. Bei Hyvä muss ich halt momentan Kompatibilität und teilweise auch Feature entwickeln, dafür geht die Entwicklung mit Alpine und Tailwind schneller. Aber alles in allem hat man definitiv ein schnelleres Frontend und das ist den Aufwand alleine schon wert.

Aufgrund der Core Web Vitals merken wir übrigens, dass weniger unsere direkten Ansprechpartner bei den Kunden, sondern eher deren SEO-Leute explizit nach neuen Technologien zur Performance-Steigerung nachfragen. Für die ist natürlich sehr interessant, dass der Pagespeed durch die Änderungen üblicherweise über 90 liegt.

Ist die Magento-Version relevant für eine Hyvä-Migration?

Wenn man migriert ist es natürlich vernünftig, sofort auf das Hyvä überzugehen und nicht erst ein Luma-Frontend zu entwickeln. Ich denke aber, dass es gar nicht so wirklich relevant ist, was das Ursprungssystem ist – ob nun Magento 1 oder Magento 2. Denn wenn man anfängt hat man immer den Step, dass man klassisches CSS hat und auf der anderen Seite aber Tailwind-Klassen produzieren muss. Man schreibt also kein CSS (oder Less / SASS) mehr, sondern Klassen zu Elementen und das CSS kommt dann sozusagen automatisch mit.

Ob das Ursprungssystem Magento 1 oder Magento 2 ist, ist daher weniger ausschlaggebend als die Tatsache, dass man von CSS schreiben auf Tailwind-Klassen schreiben wechseln muss..

Beim Entwickeln eines Hyvä-Frontends geht man auch gedanklich nicht wirklich anders heran, als an ein klassisches Magento-Frontend. Was vielen Frontendlern und auch Designern schwerfällt ist eher die Tatsache, dass ich bei Tailwind vordefinierte Abstände und Größen habe – aber der Designer häufig gerne noch Zwischenstufen dargestellt haben möchte. Also nicht 1, 2, 3, sondern 1, 2.5, 3.2… Das ist bei Tailwind aber nicht so gedacht, da muss man sich dann einfach entscheiden und auch mal einen gestalterischen Kompromiss eingehen. Meiner Meinung nach macht das aber durchaus Sinn, wenn man einen gewissen Standard verfolgt, denn dadurch habe ich auch ein einheitliches Aussehen über das gesamte Frontend hinweg garantiert. Natürlich kann man immer noch was customizen, aber das Ändern der Standards kann auch zulasten der Geschwindigkeit gehen – und um die geht es uns ja schließlich in erster Linie.

Gibt es Best Practices für Hyvä-Projekte?

Ich glaube, die allererste Regel, für Hyvä und für Projekte im Allgemeinen, lautet: “Sprich mit dem Kunden”. Denn wenn man schon etwas neu aufbaut, dann kann man Dinge auch verändern. Ist vielleicht eigentlich jedem klar, wird aber trotzdem gerne mal vergessen.

Und dann kann ich nur jedem empfehlen, so stark wie möglich zu automatisieren. Auch das ist natürlich weniger Hyvä-spezifisch, denn dabei geht es ja um das allgemeine Entwicklungs-Setup. Aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass es von Vorteil ist, wenn man möglichst viel Gedankenarbeit vom Entwickler wegnimmt, sodass er entwickeln kann und nicht noch ständig Befehle ausführen muss. Alles, was so “Befehle-Standard” ist versuchen wir zu automatisieren und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir nutzen dafür ein Docker-basiertes Setup namens Warden und haben mit CaptainHook noch sehr viel automatisiert.

Was sich übrigens bei uns sehr bewährt hat, ist unser sogenannter “Knowledge Exchange”. Wir nehmen uns jeden Freitag ein bis anderthalb Stunden Zeit, in der wir ein Thema vorstellen. Dieses Thema hat dann ein Mitarbeiter im Laufe der Woche vorbereitet und stellt es den anderen dann in dieser Zeit vor. Das muss übrigens nicht immer alles technischer Natur sein, auch andere Wissensbereiche decken wir ab. Das ist wahnsinnig hilfreich und bringt uns auch als Agentur weiter.

Und Neueinsteigern würde ich auch immer dazu raten, sich ein Unternehmen zu suchen, das Wert auf Wissen und Schulungen legt, aber auch dem Mitarbeiter die Zeit gibt, sich alleine mit neuen Themen zu beschäftigen, denn dann ist es viel einfacher, sich schnell weiterzuentwickeln.
(A.d.R.: Wer sich nun angesprochen fühlt, bei CustomGento zu arbeiten:Twitter|LinkedIn)

“Knowledge Exchange” bei CustomGento

Sind PWA eine Alternative?

Für uns sind PWA keine Alternative, denn sowohl wir als auch unsere Kunden sind meiner Meinung nach zu klein dafür. Das ist einfach noch mal eine ganz andere Hausnummer. Und ja, Hyvä ist auch ein neuer technologischer Ansatz, aber wesentlich “entspannter”, als so eine große Lösung wie PWA. Das hat auch mit Magento nicht mehr wirklich was zu tun, denn Du kreierst ja ein komplett neues Frontend, das vollständig losgelöst nur noch per API mit Magento kommuniziert. Das wollen wir eigentlich gar nicht abdecken und daher wäre es für uns auch nicht sinnvoll, es zu erlernen.

Was man so hört, ist auch die Entwicklungszeit wesentlich länger und das wiederum möchten unsere Kunden nicht. Aber für wirklich große Shops ist das sicherlich interessant, wenn sie beispielsweise App-like Features entwickelt haben möchten.
Ich bekomme mit, dass einige viel Arbeit und Zeit reingesteckt haben, mittlerweile aber wieder zurückrudern, weil sie merken, wie umfangreich sich alles gestaltet und wie aufwendig auch die Pflege ist.

Was ist das Besondere an Magento?

Die Erweiterbarkeit des Systems ist einfach ein Riesenvorteil. Man kann das System sehr stark individualisieren und es bleibt trotzdem Update-fähig. Und das macht es natürlich auch extrem zukunftsfähig, wenn man es richtig umsetzt. Aus meiner Sicht ist es einfach technisch sehr, sehr gut. Wir arbeiten dabei überwiegend mit der Open Source-Variante, aber wir haben auch Kunden, die Magento Commerce im Zusammenhang mit der Cloud präferieren. Für uns geht beides, das ist einfach abhängig vom Wunsch des Kunden.

CustomGento setzt auf Zertifizierungen – aktuell besitzt das Team sechs Adobe-Zertifizierungen

Mit der wichtigste Grund, warum ich Magento so schätze, ist aber, wie oben schon mal erwähnt, die Community. Und ich hoffe, dass der Community-Gedanke von Neuem stärker auflebt, wenn Live-Veranstaltungen wieder im entspannten Rahmen losgehen.

Das Besondere an dieser Community ist einfach die große Hilfsbereitschaft. Es gibt verschiedene Slack-Workspaces, in denen man sehr selbstlos unterstützt wird. Ich finde das einfach cool und es macht das Arbeiten sehr angenehm. Man fühlt sich halt nicht so alleine und man bekommt wirklich hilfreichen Input. Zudem steht das Miteinander im Vordergrund und nicht dieser krasse Konkurrenzkampf, den man oft in anderen Branchen hat. Das ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass unsere Branche seit Jahren boomt und wir eigentlich alle “zu viel” Arbeit haben. Das mag sich also irgendwann einmal ändern, aber momentan genieße ich einfach den Ist-Zustand.

Übrigens bekommt man auch als Magento-Noob schnell Kontakt in der Community. Einfach mal gucken, was es da so gibt und wenn einem etwas unklar ist, oder man etwas nicht findet, ohne Scheu die Frage reinschreiben. Meistens bekommt man selbst bei sehr speziellen Fällen eine Lösung, oder zumindest eine Idee, wo man vielleicht noch mal suchen könnte. Das ist einfach super wertvoll und es lohnt sich auf jeden Fall, sich in einer solchen Community zu engagieren. Denn natürlich bekommen ich eher Unterstützung, wenn ich selber aktiv bin und auch mal Inhalte liefere, als wenn ich die ganze Zeit als stummer Fisch im Slack rumschwimme und keinem helfe.

Für Magento-Einsteiger gibt es aber mittlerweile auch wirklich coole Angebote und Kurse, die den Einstieg wesentlich angenehmer machen, als noch vor zehn Jahren, als ich angefangen habe. Vinai Kopp bietet sehr gute Tutorials und Developer Screen Casts, genauso wie die M.academy von Marc Shust.

Auch die virtuellen Magento-Meetups sind häufig eine große Hilfe. Und gerade für eher Introvertierte sind die sicherlich ein gutes Forum, weil man einfach auch nur zuhören kann und sehr viel konzentriertes Wissen bekommt. Ich denke auch, dass es viel leichter bei den hoffentlich bald wieder stattfindenden Live-Meetups oder Unconfs ist, Kontakte zu knüpfen, wenn man mal mit Personen in Slack geschrieben oder sie bei einem virtuellen Meetup gesehen hat. Für “Neulinge” (A.d.R. Neueinsteiger können Simon auch gerne für einen “Community-Direkteinstieg” kontaktieren) macht das den Einstieg schon viel leichter und wird Ihnen dabei helfen, Magento- und vielleicht auch Hyvä-Fan zu werden.


Mehr Informationen zum Thema “Hyvä” gibt es auch in folgenden Blogbeiträgen:


Veröffentlicht am 07.09.2021 | NM

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